Nordic Walking

schwungvoll durch das Leben mit Stöcken

Nordic Walking ist eine Ausdauersportart, bei der Gehen durch den Einsatz von zwei Stöcken im Rhythmus der Schritte unterstützt wird. Die Anfänge dieses Sports liegen in den 30er Jahren.

Im Frühjahr 1997 wurde Nordic Walking in Finnland als Sommertrainingsmethode der Spitzenathleten aus den Bereichen Langlauf, Biathlon und Nordische Kombination vorgestellt. Durch die Verwendung von Stöcken und einem speziellen Handschlaufensystem werden auch die Arme eingesetzt. Bei intensivem häufigem Einsatz wird das Herz-Kreislaufsystem positiv beeinflusst.

Der Einsatz von Stöcken macht aus Walking ein Training, bei dem zusätzlich die Muskulatur des Oberkörpers beansprucht wird. Nordic Walking ist für ambitionierte Sportler ebenso geeignet wie für untrainierte Menschen. Die Gelenke werden jedoch, entgegen vielen Behauptungen, mehr belastet als bei normalem Spazieren.

Nach einer Studie von Sportmedizinern des Krankenhauses für Sportverletzte in Hellersen ist der Sauerstoffverbrauch (und daraus folgernd die Ausdauerbelastung) beim Nordic Walking mit korrekter Ausführung ca. 5 % höher, als beim konventionellem Walking, wenn dieses ohne zusätzliche Oberkörperbewegung durchgeführt wird. 

Nordic Walking wird von einigen Betreibern anderer Ausdauersportarten kritisiert, die in der ansteigenden Verbreitung des Nordic Walkings eine von den Zubehörherstellern ausgelöste Marketingstrategie sehen. Zusätzlicher Kritikpunkt ist die Wahrnehmung, die Mehrzahl der Nordic Walking ausübenden Menschen würde die Technik nicht beherrschen und nur „mit schleifenden Stöcken" spazieren gehen oder den Sport mit einer zu niedrigen Intensität ausführen.

Neben dieser Kritik wird allerdings gerade von medizinischer Seite positiv bemerkt, dass sich viele Menschen so wenigstens überhaupt bewegen.